Mar 31: Wicked in Stuttgart
Dieses Wochenende haben Geli und ich einen kleinen Ausflug nach Stuttgart gemacht, um das Musical Wicked - Die Hexen von Oz anzuschauen.
Mit Germanwings kann man recht günstig morgens und abends nach Stuttgart und zurück nach L.E. fliegen, so waren wir schon am Vormittag in der Stadt ohne stundenlang auf der Autobahn rumzugurken. Nachdem wir ins Hotel eingecheckt haben, sind wir erstmal zum Hauptbahnhof gefahren und haben das Zentrum Stuttgarts angeschaut. Praktischerweise verfügt der Bahnhof über einen Aussichtsturm (gekrönt von einem Mercedes-Stern), von dem aus wir uns erstmal einen Überblick über die Stadt verschafften.
Mitten in der Stadt liegen die beiden Schlösser und der Schlosspark sowie eine gut besuchte Einkaufsstraße. Besonders schön ist die Markthalle, in der es viele verschiedene Stände mit Köstlichkeiten gibt.
Der Rest von Stuttgarts City erschien mir nicht sonderlich sehenswert, was sicher daran liegt, dass nach 53 alliierten Luftangriffen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr viel historische Bausubstanz erhalten geblieben ist. Außerdem legte man in der Heimatstadt von Mercedes und Porsche mehr Augenmerk auf den Straßenbau als auf Wiederaufbau historischer Ruinen.
Die Hexen von Oz erzählt die Geschichte von Elphaba, der bösen Hexe des Westens und Glinda, der guten Hexe. Die Handlung spielt größtenteil vor der des Zauberers von Oz, sozusagen das "Making of" der Welt, die Dorothy später kennenlernt und verpasst dem Original damit einen vernünftigen Rahmen. So erfährt der Zuschauer wieso Elphaba zur "bösen" Hexe wurde und dass sie eigentlich doch ganz (tier-)lieb ist, wohingegen die Rolle des Bösewichts dem (falschen) Zauberer von Oz zuzuschreiben ist.
Wicked wird im Musicaltheater Palladium aufgeführt. Das erste was mich beeindruckt hat, war die imposante Kulisse, die ganz steampunkish aus hunderten Zanhrädern, Kabeln, Seilen und merkwürdiger Machinerie besteht.
Auch der Orchestergraben ist interessant, ist es doch eher ein kleiner Verschlag halb unter der Bühne vollgestopft mit Instrumenten, Keyboards und Tontechnik, in dem kaum 10 Musiker Platz finden. Nichtsdestotrotz stand die Musik der eines großen Orchesters in keiner Weise nach. Auch Willemijn Verkaik in der Rolle der Elphaba und Jana Stelley als Glinda harmonierten sehr gut und haben wirklich beeindruckend gesungen.
Besonders Keiner weint um Hexen und Elphabas Solo Frei und schwerelos gehen richtig unter die Haut, wobei Willemijns leicht holländischer Akzent ihre Rolle noch sympathischer macht. Auf jeden Fall war es eine echt geile Vorstellung, die wir sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.
Insgesamt geht die Show 3 Stunden mit einer kleinen Pause zwischendurch, also ungefähr so lang wie ein DÄ Konzert
.
Am Sonntag haben wir noch das Porsche-Museum besucht. Es ist nicht gerade groß, aber einige schöne alte Ausstellungsstücke sind dabei und der Eintritt ist frei. So sieht man z.B. Niki Laudas McLaren-Porsche Rennwagen von 1985. Direkt am Porsche-Platz wird ein neues großes Museum gebaut, das Ende des Jahres eröffnet werden soll. Nach dem Museumsbesuch und Loggen des Geocaches an der Baustelle haben wir bei besten Wetter noch eine Fahrt mit dem Erbschleicher-Express gewagt, bevor es zurück zum Flughafen ging.
#1 - Jane Jolie said:
2008-11-04 07:00 - (Reply)
Guten Morgen Peter (: Dürfte ich diese Zuschauer-Rezension auf der Homepage (oben angegeben) unter dem Namen "Peter" veröffentlichen? Das wäre super (: LG Jane

Wicked - Die Hexen von Oz sind quasi die Vorgeschichte zum Zauberer von Oz, wie wir sie kennen. Es geht um ein Geschwisterpaar, welches aus einer guten und aus einer bösen Hexe besteht. In dem Musical geht es um die beiden Schwestern Elphaba,...
Tracked: Jun 26, 13:29